Schulprojekt

Mittagessen in der SchuleNachdem 2002 die Vorschule ihren Betrieb aufgenommen hatte, konnten dann ab dem Jahre 2003 auch die Primary- und später die High School in Betrieb gehen. Jährlich wurde dann eine weitere Klasse eröffnet. Nach längerem Zögern wegen der hohen Kosten sind die Pallotiner 2010 als große Zukunftsaufgabe das Wagnis eines Komplettausbaus der Schule bis einschließlich der Klasse 12 eingegangen. Inzwischen ist die Schule mit der Oberstufe der Klassen 11 und 12 als Higher Secondary School ausgebaut. 2016 konnten die ersten Schülerinnen und Schüler das Abitur ablegen. Diese Schüler haben zwischenzeitlich ein Universitätsstudium aufgenommen. Eine stolze Entwicklung und ein stolzer Augenblick für die Schule.

Den Absolventen bietet sich jetzt eine sichere Lebensperspektive. Aus den Kinderarbeitern im Steinbruch werden nach und nach junge Menschen mit einer fundierten Schulbildung als Basis für das weitere Leben.

Unverändert stehen Vorschule und Schule unter dem Motto "Quality education for the poor". Seit dem Projektbeginn 2002 gilt: Die Kinder erhalten eine vollständige Schulausbildung. Sie bekommen täglich eine warme Mahlzeit. Die in Indien übliche Schuluniform und Schulbücher werden ihnen gestellt. Die Kinder erfahren erstmals, dass ihre Talente gefördert und ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird.

Da die Beherrschung der englischen Sprache in der heutigen indischen Berufswelt einen entscheidenen Vorteil darstellt – im indischen Subkontinent gibt es weit über 100 Sprachen und Dialekte - wird auf das Erlernen der englischen Sprache großer Wert gelegt. Die Schulsprache selbst ist Tamil.

Die Kinder, die die Schule abgeschlossen haben, um dann schließlich einen qualifizierten Beruf zu ergreifen, haben nicht nur für sich persönlich eine Grundlage gelegt. Sie könne auch den Lebensunterhalt ihrer Familie sichern und später ihre Kinder wiederum den Schulbesuch ermöglichen. Der "Teufelskreis der Armut" ist dann durchbrochen und das Ziel des Projektes erreicht.

Der Erfolg des Projektes ist offenkundig: Kein Kind arbeitet mehr im Steinbruch!Nunmehr geht es um die Sicherstellung des Projektes in der Zukunft. Zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 besuchen rund 500 Mädchen und Jungen Vorschule und Schule. Die große Nachfrage macht einen zweizügigen Ausbau der Schule erforderlich. Eine weitere große Herausforderung für Pater Emmanuel sowie seine Freunde und Unterstützer in Deutschland und der Schweiz.

Ein indisches TafelbildAll dies verursacht Kosten, die von den Eltern nicht getragen werden können. Der Staat gewährt keinerlei finanzielle Unterstützung für Errichtung und Betrieb der Schule. Die in indischen Privatschulen erhobenen Schulgebühren sind in der „Pallotti-School“ auf einen symbolischen Betrag von ungerechnet rund einem Euro pro Monat  begrenzt. Er soll die Eigenverantwortung der Schüler fördern, die Familien aber nicht zu sehr belasten. Der geringe Betrag deckt natürlich nicht annähernd die anfallenden Kosten. Konnte man bei Schulbeginn 2002 noch mit einem Betrag von 100 Euro die Kosten eines jahres für ein Schulkind decken, so haben sich diese mittlerweie nahezu verdoppelt.

UnterrichtAlles muss durch Spenden finanziert werden. Bei ständig wachsender Schülerzahl wird der Finanzierungsbedarf stets größer. Um die Finanzierung kontinuierlich zu sichern, haben wir die Patenschaftsaktion "Schulbildung für Kinder der Steinbrucharbeiter von Onthimalai in Südindien" ins Leben gerufen.

Vielen haben sich hieran seit 2002 beteiligt. Einige Paten haben bereits Dankespost der Abiturienten des ersten Jahrgangs erhalten. Wir hoffen, dass sich viele weitere Menschen bereit erklären, das Projekt durch Übernahme einer Patenschaft zu unterstützen. Wir versichern, dass keinerlei Verwaltungskosten enstehen. Über die Spendenmöglichkeiten können Sie Sich hier informieren.

Stolze Schüler